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ist ein "Redlicher", der mit dem Anspruch auftritt, als Wissenschaftler ernst genommen werden zu wollen. Dabei ist er auf zwei bemerkenswerten Spezialgebieten aktiv, nämlich -der Bekämpfung der Gewaltmusik und -der Werbung für das Bahnhofs- Umbauprojekt Stuttgart 21, das er als das redlichste Verkehrsprojekt der deutschen Geschichte anpreist.[1]

KarriereBearbeiten

Gscheidle tauchte um 2010 auf und schaltete sich gleich massiv in die Diskussion um "Stuttgart 21" ein. Er machte es sich zur Lebensaufgabe, die Kritiker des Projekts massiv zu bepöbeln und in die Nähe der linksextremen und terroristischen Szene zu rücken. Seit 2011 zieht er auch gegen die populäre Musik jeder Art (natürlich mit Ausnahme der volkstümlichen Musik a la Musikantenstadel) zu Felde und veröffentlicht seitdem gehässige , aber inhaltsarme Tiraden gegen jede Art von Unterhaltungsmusik ausländischer Herkunft. Er hetzt nicht nur nach altbekannter redlicher Art gegen HipfHüpf und Felsen- und Rollenmusik, sondern geht auch mit aggressiven Sprüchen gegen Tschess-, Schwing- und Blaumusik vor.

StilBearbeiten

Von irgendeiner Art von Gestaltung kann auf Gscheidles redlicher Heimseite keine Rede sein- die ganze Seite besteht nur als lustlos abgetippten weitschweifigen Texten in Times New Roman

Seine Texte bestehen außer den Hassparolen gegen die Gegner des Projekts "Stuttgart 21" und gegen die "undeutsche Gewaltmusik" nur aus den üblichen redlichen Versatzstücken- er zeigt seine Nachbarn ständig wegen kleinster Verstöße bei der Polizei an. er führt Kontrollen in öffentlichen Verkehrsmitteln durch, bei denen er unlöblichen Jugendlichen die verbotenen Tragfernsprecher entwendet und ihre Fahrausweise beschlagnahmt, er verwickelt sich ständig in Streitereien mit seinen aufsässigen Nachbarn, er versucht sich in allerlei als "redlich" empfundenen krummen Geschäftchen und findet nebenbei noch Zeit, die böse Sechsualität zu bekämpfen.

Darüber hinaus zeigt er auf seiner Seite dutzende von Fotos seiner angeblichen Verwandtschaft, die ausnahmslos von den ehemaligen Seiten uglypeople.com / grimmemennesker.se stammen.

Zur PersonBearbeiten

Gscheidle behauptet, 1959 in Erkenbrechtsweiler geboren zu sein. Das ist aber offensichtlich eher eine Anspielung auf den bei Redlichen zeitweise sehr beliebten Phantasie- Vornamen "Erkelfried".

Gscheidle behauptet, Verkehrs- und Musikwissenschaft studiert und in beiden Fächern Universitätsdiplome erworben zu haben, macht aber nur sehr ungenaue Angaben zu seinem Studium. Er behauptet, Mitglied einer exklusiven schlagenden Verbindung zu sein.

Nach seinen Angaben ist er heute Eigentümer eines "wissenschaftlichen Instituts", das sich mit diesen Fachgebieten befasst- die Angaben hierzu sind aber sehr ungenau und nicht überprüfbar.

Gscheidle bombardierte auch zeitweise die Stuttgarter Lokalpresse mit Leserbriefen, in denen er seine wirren Thesen im typischen Jargon der Redlichen verbreitete, und auch in Internetforen aus dem Gebiet der Eisenbahn- und Verkehrstechnik hat er sich mit seinen Tiraden verewigt. Damit ist es ihm zumindestens zeitweise gelungen, eine reale Existenz vorzutäuschen und mediale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Damit ist er neben Reinhard Pfaffenberg der einzige Redliche, dem dieser Versuch bisher gelungen ist.

Der Name Gscheidle ist eindeutig eine Anspielung auf den ehemaligen baden- württembergischen SPD- Politiker Kurt Gscheidle (1924- 1999), der zeitweise der Regierung von Kanzler Helmut Schmidt angehörte und hier als Verkehrsminister eher glücklos amtierte. Der Vorname Diethelm dagegen ist offensichtlich eine Anspielung auf Diethelm Mikuteit alias Der Kleine Tierfreund, eine Figur des Komikers Dietmar Wischmeyer [2].

SonstigesBearbeiten

Gscheidles Seite ist schnell als schülerzeitungshafte Blödelei eines wenig talentierten Komikers zu erkennen, wenn man sich die übergeordnete Ebene [3] ansieht- das "Mäuseöl" ist ein typisch deutscher zweitklassiger Schüler- Kalauer und es ergibt sich auch zwangsläufig die Frage, warum ein deutscher Nationalist, der alles Ausländische hasst, ausgerechnet unter einer .us- Domain auftritt.

Gscheldle hat auf seiner Seite auch eine "Verknüpfung" zu seinem realen Vorbild gelegt, einem umstrittenen Musikkritiker und erfolglosen Musiker namens Klaus Miehling[4], der sich ähnlich wie die Redlichen, aber im realen Leben in der selbst verliehenen Opferrolle gefällt und sich gern als einsamer Kämpfer gegen übermächtige Verschwörungen stilisiert.

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