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== Geschichte & Modus Operandi ==
 
== Geschichte & Modus Operandi ==
Michael Steffens wurde erstmals im April 1998 in einem eigenerstellten Gruppenchat des Instant Messengers von AOL gesichtet, den er im Internet beworben hatte. In diesen Chats zeigte er typische Verhaltensweisen der Redlichen auf, wie eine strikte christliche Glaubensausrichtung, Vermeidung von Anglizismen und das benutzen eines Photos eine grimmigen alten Mannes als Avatar. Steffens Aussage zufolge war das Ziel der Chats, dass die restlichen Chatteilnahmer Jesus Christus als ihren Erretter und Erlöser anerkennen. Dies versuchte er mittels Online-Teufelsaustreibungen (Oft von ihm "Austreibung der Digitaldämonen" genannt) mittels eines eigenen Programmes ('austreibung.exe'), das im Prinzip wie ein Antivirus-Programm funktionierte und "unredliche" Programme vom PC entfernt, welches er in den Chats zum Download bereitstellte und Interesse erzeugte. Beschwerden über unangenehme Nebeneffekte wie die Löschung des Spiels "DOOM" wurden von Steffens als "Reinigung von der Sünde" bezeichnet und die sich beschwerende Person wird als Satanist abgespempelt und exorziert. Am Ende jeder Chatnachricht hinterließ er einen ASCII-Code:
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Michael Steffens wurde erstmals im April 1998 in einem eigenerstellten Gruppenchat des Instant Messengers von AOL gesichtet, den er im Internet beworben hatte. In diesen Chats zeigte er typische Verhaltensweisen der Redlichen auf, wie eine strikte christliche Glaubensausrichtung, Vermeidung von Anglizismen und das benutzen eines Photos eine grimmigen alten Mannes als Avatar. Steffens Aussage zufolge war das Ziel der Chats, dass die restlichen Chatteilnahmer Jesus Christus als ihren Erretter und Erlöser anerkennen. Dies versuchte er mittels Online-Teufelsaustreibungen (Oft von ihm "Austreibung der Digitaldämonen" genannt) mittels eines eigenen Programmes ('austreibung.exe'), das im Prinzip wie ein Antivirus-Programm funktionierte und "unredliche" Programme vom PC entfernt, welches er in den Chats zum Download bereitstellte und Interesse erzeugte. Unangenehme Nebeneffekte wie die Löschung des Spiels "DOOM" wurden von Steffens als "Reinigung von der Sünde" bezeichnet und sich beschwerende Personen werden als Satanisten abgespempelt und online 'exorziert'. Am Ende jeder Chatnachricht hinterließ er einen ASCII-Code:
 
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Version vom 17. Oktober 2019, 15:16 Uhr

Michael Steffens ist ein Redlicher, der in den späten 1990er Jahren in diversen AOL und ICQ Chats fungierte.


Geschichte & Modus Operandi

Michael Steffens wurde erstmals im April 1998 in einem eigenerstellten Gruppenchat des Instant Messengers von AOL gesichtet, den er im Internet beworben hatte. In diesen Chats zeigte er typische Verhaltensweisen der Redlichen auf, wie eine strikte christliche Glaubensausrichtung, Vermeidung von Anglizismen und das benutzen eines Photos eine grimmigen alten Mannes als Avatar. Steffens Aussage zufolge war das Ziel der Chats, dass die restlichen Chatteilnahmer Jesus Christus als ihren Erretter und Erlöser anerkennen. Dies versuchte er mittels Online-Teufelsaustreibungen (Oft von ihm "Austreibung der Digitaldämonen" genannt) mittels eines eigenen Programmes ('austreibung.exe'), das im Prinzip wie ein Antivirus-Programm funktionierte und "unredliche" Programme vom PC entfernt, welches er in den Chats zum Download bereitstellte und Interesse erzeugte. Unangenehme Nebeneffekte wie die Löschung des Spiels "DOOM" wurden von Steffens als "Reinigung von der Sünde" bezeichnet und sich beschwerende Personen werden als Satanisten abgespempelt und online 'exorziert'. Am Ende jeder Chatnachricht hinterließ er einen ASCII-Code:

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Steffens stellte seine Internetaktivitäten jedoch schon Ende 1998 ein, nachdem ein anonymer Hacker seine Adresse leakte und drohte ihn zu ermorden. Der Link zu dem Programm erzielte rund 70 Downloads, bevor er gelöscht wurde.

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