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Der Zonendödel war eine beliebte westdeutsche Witzfigur der 1990er Jahre, die besonders in aggressiv- dümmlichen Witzen aus den Umfeldern der Jungen Union, der Jungen Liberalen und der Schüler- Union über die DDR vorkam. Der Zonendödel wurde hier in zwei Versionen dargestellt:

  • als doofer Ossi, der schlicht und einfach dumm und lebensuntüchtig war und einfach nichts auf die Reihe bekam, und als
  • Jammer- Ossi, der nur quengelte, statt zu arbeiten, sich seinen westdeutschen Vorgesetzten ständig mit unlustigen Redensarten widersetzte, ihre natürliche Überlegenheit nicht anerkennen wollte und ständig dem bequemen Leben in der DDR nachtrauerte.

In die redliche Szene fand der Zonendödel schnell Eingang mit Dr. Uwe Wall, Oskar Friedrich Wellen und dem bei Geocities gehosteten, aber schon vor der Geschäftsaufgabe dieses Unternehmens wieder verschwundenen Mike Dreitzer.

Wall verkörperte dabei immer eher den völlig unfähigen und lebensuntüchtigen doofen Ossi, während Dreitzer und Wellen eindeutig den Jammer- Ossi verkörperten, der selbstgefällig und selbstmitleidig der DDR nachtrauerte und statt zu arbeiten, lieber krumme Geschäftchen drehen wollte.

Heute wird der Zonendödel vor allem durch Jon Baptist Erlenkötter vertreten, der den doofen Ossi und den Jammer- Ossi zu einer neuen Kunstfigur kombiniert hat: Erlenkötter ist nach eigenen Angaben so dumm, dass er nicht einmal die Förderschule geschafft haben will, und andererseits behauptet er, gerissen genug zu sein, um das westdeutsche Sozialsystem ständig austricksen zu können.

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